zu Salzwedel

Nicolaus Gerckensche            Familienstiftung

 

 

                                 

Nic. Gerckensche Familienstiftung       
Verwaltung: Gr. St.-Ilsen-Str. 22, 29410 Hansestadt Salzwedel                                                 Tel.: 03901 422528; Fax: 03901 3059221
 


 

 

Sehr verehrte Mitglieder der Familie Gercken!
 

 

 

 

Mitteilungen
zum
XXIII. Familientag am 06.Juni 2010
in 29410 Hansestadt Salzwedel - Restaurant „Einar Krause“

 Der XXIII. Familientag wurde im 400. Jahr seit Bestehen der Stiftung abgehalten. Nicolaus Gercken, seit 1594 Domsyndicus zu Magdeburg, starb am 16. August 1610. In seinem Testament verfügte er, dass nach seinem Tode ein „Ewiges Testament“ zugunsten der Nachkommen der Geschwister seines Vaters und seiner Mutter errichtet werden solle.

 Samstag 05.Juni.2010

Am Nachmittag wurden in individuellen Gesprächsrunden die aktuellen Familiennachrichten ausgetauscht. Am Abend hielt der Stadthistoriker Manfred Lüders aus Salzwedel einen Vortrag über  das Wirken und Werden der „Familie Gercken über einen Zeitraum von 500 Jahren in und für die Stadt Salzwedel.

Sonntag 06. Juni 2010

Es erschienen 36 Familianten einschließlich ihrer Angehörigen. Insgesamt waren 22 Familianten stimmberechtigt. Damit war der  Familientag beschlussfähig.
Die Versammlungsleitung übernahm der 2. Testamentarius Herr Bernd Gehrke und begrüßte die Anwesenden. Nach Bekanntgabe einiger organisatorischer Belange stimmten die Familianten der mit der Einladung zugesandten Tagesordnung einstimmig zu.

Der Patron, Herr Dr. Eiselt legte Rechenschaft über die Jahre zwischen den Familientagen, also von 2007; 2008; 2009 ab.
Besonders verwies er auf die positive und von der Krise unberührte wirtschaftliche Entwicklung der Stiftung. Durch den Erwerb und die langfristige Verpachtung von landwirtschaftlich genutzten Flächen
(z.Zt. ca. 92ha)war es möglich, den Stiftungszweck –Förderung der Ausbildung junger Familianten- nachhaltig zu erfüllen. Im Berichtszeitraum wurden 21.600,--€ am Ausbildungsbeihilfen verwendet.

Er dankte allen Anwesenden für die uneigennützigen großzügigen Zustiftungen. Diese sind ein bedeutender Teil des Stiftungsbudgets.

Die Familie wuchs zwischen den Familientagen um 102 neue eingetragene besonders junge Angehörige. Es ist zu erwarten, dass der Bedarf an Ausbildungsbeihilfen sich weiter erhöhen wird und wir gezwungen werden, ggf. die Vergabemodalitäten dem Bedarf anzupassen.

Jede Familienstiftung muss alle 30 Jahre eine fiktive Erbschaftsteuer zahlen.
Der jetzt nächste Steuertermin ist der 1. Januar 2014.
Da wir als Abkömmlinge vom Stifter nur die Großnichten und Großneffen sind, ist nur ein kleiner Freibetrag eingeräumt. Da die Verkehrswerte bis 2014 höher als heute sein werden, ist mit einer voraussichtlichen Steuerlast nicht unter 45.000,00 Euro zu rechnen. Dazu kommen noch die Kosten für eventuelle Steuerberatung und rechtsanwaltliche Tätigkeiten. Die genannte Höhe der Rücklagen für den Problemkreis Erbschaftsteuer ist notwendig, um den Verpflichtungen aus dem Stiftungsgeschäft nachgehen zu können und wir nicht gezwungen werden durch eine hohe Steuerlast kurzfristig Vermögenswerte auflösen zu müssen.

Am Schluss seiner Ausführungen zu Stiftungsentwicklung betonte der Patron Herr Dr. Eiselt:

„Unsere Stiftung ist eine generationenübergreifende Institution. Wir, die hier anwesend sind, repräsentieren nur einige Kettenglieder in dieser seit Jahrhunderten bestehenden Familie. Daher empfinden wir besonders das Werden und Vergehen mit den Generationen. Denken wir an diejenigen, die uns in den vergangenen Jahren für immer verlassen haben. Sie gehören immer zu uns, auch wenn sie jetzt nicht mehr unter uns weilen. Ohne sie gäbe es die Kontinuität in unserer Familie nicht. Gedenken wir ihrer, und denken wir auch daran, dass das eigene Leben nur ein endlicher Abschnitt in unserem Dasein darstellt.“

Im Auftrage der Rechnungsprüfungskommission trug Herr Dr. Buchmann das Ergebnis der Rechnungsprüfung für die Wirtschaftsjahre 2007 bis 2009 vor.
Gemäß Prüfungsprotokoll lagen alle Unterlagen zur Einsichtnahme vor. Es wurde festgestellt, dass die Buchhaltung ordnungsgemäß und vorschriftsmäßig geführt wurde.

Die Rechnungsprüfer schlugen  vor, das Patronat und die Verwaltung für die
Wirtschaftsjahre 2007; 2008; 2009 zu entlasten.

 Dem Antrag auf Entlastung stimmten die Familianten einstimmig zu. (Abstimmungsprotokoll)

 Aus dem Familienkreis sind zwei Themen an das Patronat herangetragen worden:
Herr  Dr. Roland Jacob hat in verschiedenen Mitteilungen an das Patronat seine Sorge über die Gefahr von Interessenkollisionen innerhalb der Stiftungsführung geäußert.
Nach seiner Meinung ist die familiäre Nähe im Patronat unhaltbar. Er fordert, dass die jetzige enge Verwandtschaft in der jetzigen amtierenden Verwaltung beendet werden muss.
Herrn Dr. Jacobs Forderungen zur, wie er es nennt „Familiären Entkernung“, werden vom Patronat in ihrer Grundsätzlichkeit nicht geteilt.
Wenn die Familie eine Begrenzung der familiären Nähe bei der Stiftungsverwaltung im Sinne Herrn
Dr. Jacobs wünscht, muss das durch eine Satzungsänderung festgelegt werden. Das könnte dann zum nächsten Familientag im Jahre 2013 geschehen.
Das Thema wurde in der Aussprache weiter behandelt.

 Herr Wolfgang Meyer aus Bochum möchte das Internet für die Stiftung mehr genutzt sehen.
Tatsächlich wird die Internetseite der Stiftung in der Gegenwart mehr als eine Informationsplattform benutzt. Da der Aufgabenbereich der Gercken- Stiftung sehr genau umrissen ist, leistet der jetzige  Aufbau der Internetseite dafür genügend Information. Das Patronat möchte deshalb die jetzige Form der Web-Seite beibehalten. Auch zu diesem Sachverhalt wurde in der Aussprache diskutiert.

Wortmeldungen zu den Berichten:

Frau Feuerstack dankte für die Arbeit und das Erreichte und sprach dem Patronat das voll Vertrauen aus. Eine, wie von Herrn Dr. Jacob gewünschte Statutenänderung lehnte sie strikt ab. Per Akklamation wurde von den Anwesenden dem zugestimmt.
Herr Paul Gerhardt betonte, dass das Ansinnen von Herrn Dr. Jacob ungerechtfertigte Unterstellungen sind und er dafür keinerlei Verständnis aufbringt.
Im Anschluss schilderte er kurz seine Intuitionen, seine Arbeit für die Widerherstellung der Stiftung noch zu DDR-Zeiten trotz Schikane seitens der Stasi aufzunehmen.
Seine Beharrlichkeit hatte Erfolg und so konnte auf diesem Erreichten weiter gearbeitet werden. Herr Gerhardt wurde Ehrenpatron der Nicolaus Gerckenschen Familienstiftung im Jahre 2001.
Frau Karin Witte sprach ebenfalls dem Patronat den Dank und die Anerkennung aus. Per Akklamation stimmten auch hier die Familianten der Wortmeldung zu.
Herr Dr. Buchmann äußerte sich zu den Vorschlägen von Herrn Wolfgang Meyer. Aus Datenschutzrechtlichen Gründen sei dieses Ansinnen sehr problembehaftet. Er schlug vor, dass jeder Familiant auf Antrag vom Patronat die personenbezogenen Daten der Genealogie erhalten kann.

Wahldurchführung:

  1. Herr Dr. Karl-Heinrich Eiselt wurde mit 22 Stimmen von 23 stimmberechtigten als Patron der Stiftung für einen Zeitraum von 3 Jahren wieder gewählt. (Wahlprotokoll)
  2. Frau Carmen Lüder wurde mit 22 Stimmen von 23 stimmberechtigten als
    Ersatz- Testamentaria für den Zeitraum von 6 Jahren gewählt.
  1. Frau Dorothee Feuerstack wurde mit 22 Stimmen von 23 stimmberechtigten als
    Ersatz- Rechnungsprüferin für den Zeitraum von 6 Jahren gewählt.

Es waren keine weiteren Anfragen, Anregungen und Hinweise seitens der Familianten vorgetragen worden.

Der Patron dankte Allen für Ihre Teilnahme und Mitarbeit am Familientag, wünschte eine gute Heimfahrt, für die Zukunft  viel Gesundheit und ein Wiedersehen in drei Jahren am XXIV. Familientag.

Interessierte Familienmitglieder können das ungekürzte Protokoll in der Verwaltung anfordern.

Das Patronat der Nicolaus Gerckenschen Familienstiftung.

Dr. Karl – H. Eiselt            Christiane Peters            Bernd Gehrke